DESIGN UND INDIVIDUALISIERUNG: SIELAFF ÜBERNIMMT LEITUNG VON MULLINER ALS WEITERE AUFGABE

CREWE, 02.08.2017

  • Design-Chef ab sofort auch für Individualisierungsabteilung verantwortlich
  • Mulliner erfüllt Luxuswünsche der anspruchsvollsten Bentley-Kunden
  • Unter Sielaffs Leitung soll mögliches neues Betätigungsfeld ausgelotet werden: absolute Fahrzeug-Unikate, die Kundenvisionen Realität werden lassen

Bentley gibt bekannt, dass Design-Direktor Stefan Sielaff als weiteres Aufgabenfeld die Verantwortung für den Bentley-Individualisierungs-spezialisten Mulliner übernimmt.

Was die Wünsche eines Kunden auch sein mögen: Mit der Unterstützung des umfassenden Bentley Know-hows in Designfragen und Ingenieurskunst lassen die hochqualifizierten und engagierten Handwerksspezialisten von Mulliner die Vision eines Kunden zur Realität werden.

Zur Verantwortung für Mulliner neben seiner Verpflichtung als Design-Direktor meint Sielaff: „Die Möglichkeiten von Mulliner sind im Prinzip unendlich – es gibt nichts, was unsere erfahrenen Karosseriebauer nicht umsetzen können.

Ich würde gern das Geschäftspotenzial von massgefertigten Unikaten austesten, wo die einzige Begrenzung des Machbaren die Vorstellungskraft des Kunden ist. Design und Individualisierung werden Hand in Hand gehen. Und wenn das so ist, sind aussergewöhnliche Dinge möglich.“

Unter Sielaffs Ägide hat Bentleys Design-Team bereits damit begonnen, die Grenzen des Automobildesigns zu verschieben und auszuloten, wie der Luxus der Zukunft für Bentley-Kunden aussehen wird.

So stellte das Team Anfang des Jahres auf dem Genfer Automobil-Salon seine Vision eines Fahrzeugs vor, das das Marktsegment der Luxus-Elektroautomobile definieren könnte – den EXP 12 Speed 6e. Die Fahrzeugstudie demonstrierte eine behutsame Evolution von Bentleys Design-DNA und war doch gleichzeitig ein deutliches Zeichen, in welche Richtung sich das künftige Markendesign entwickeln könnte.

Bentleys Design-Team hat zudem aktuell den Titel „Team of the Year“ inne, ein Preis, der beim Automotive Brand Contest verliehen wird, einem jährlich vom German Design Council ausgerichteten Branchenwettbewerb. Die Jury lobte die „Leidenschaft, Expertise und Freude“, mit der das Team die Kreation herausragender Modelle angehe und verwies darauf, wie Bentleys Design-Ansatz die Luxusmarke zukunftsfähig mache.

Der in München geborene Sielaff ist seit Juli 2015 für Bentley Motors tätig, eine Stelle, für die er seinen vorherigen Posten als Design-Direktor im Volkswagen Design Center in Potsdam aufgegeben hatte. Er schloss das weltberühmte Royal College of Art in London mit einem Master-Titel ab – ein Institut, zu dem er noch heute starke Verbindungen hat.

Mulliner – Aus Leidenschaft für das Einzigartige

Mulliner hat sich der Erfüllung der anspruchsvollsten Wünsche der Bentley Kunden verschrieben. Jede erdenkliche Individualisierung kann vorgenommen werden, um einen einzigartigen Bentley nach dem ganz persönlichen Geschmack zu erschaffen.

Jüngste Beispiele für Mulliners Kunstfertigkeit sind der Mulsanne Grand Limousine – mit einem um einen Meter verlängerten Fond und einer hinteren Sitzkonfiguration, die sonst nur in Privatjets zu finden ist – oder der Bentayga Falconry, das ultimative Fahrzeug für Liebhaber der Falknerei. Diese Sonderanfertigung ist mit einer massgeschneiderten Fond-Ausstattung versehen, die alle Accessoires beinhaltet, die für eine erfolgreiche Beizjagd notwendig sind.

Eine 500-jährige Geschichte

Mulliners Wurzeln reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück – das sind fast 500 Jahre an Erfahrung und Tradition im Handwerk.

Ursprünglich lag der Schwerpunkt des Unternehmens auf dem Bau luxuriöser Pferdekutschen. Im Jahr 1923 zeigte Mulliner auf der Olympia-Show in London erstmals eine Arbeit an einer Bentley-Karosserie: einem zweisitzigen Bentley 3 Litre – nur vier Jahre nach der Gründung von Bentley Motors.

1953 schuf Mulliner die Karosserie eines der legendärsten Bentleys aller Zeiten – des R-Type Continental. Dieses Modell inspirierte das Design des heutigen Continental GT. Nur vier Jahre später präsentierte Mulliner den Continental Flying Spur, ein viertüriges Sondermodell, das auf dem Chassis des Bentley Continental aufbaute. Offizieller Teil von Bentley Motors wurde Mulliner im Jahr 1959, als die Mulliner-Werkstätten nach Crewe umsiedelten.